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Wesshalb Berlin so verdreckt ist
Lang ist´s her: DriveCrypt Plus Pack
Gestern wurde der siebte Kommentar zu dem Artikel abgegeben, in dem ich die deutsche Anleitung zu DCPP zum Download anbiete, (danke dafür(:) das nahm ich zum Anlass mir mal wieder die Statistiken anzusehen und das hat mich ziemlich umgehauen, denn in den drei Jahren wurde die Anleitung sage und schreibe über 5000 (fünftausend!) Mal heruntergeladen! Das hat mich echt umgehauen.
Ich kann mich also damit trösten das, auch wenn hier quasi keine Besucheraktivität zu erkennen ist, doch immer irgendwie Leben in der Bude ist.
Apokalyptischer Datenklausupergau bei Schüler-VZ und das Internetbewusstsein
Jetzt ist es passiert. Jemand hat getan, was immer schon möglich war: Jemand hat die Profildaten von Schülern aufgerufen und systematisch kopiert. Diese Daten waren eine freiwillige Angaben – Hobbys und Vorlieben um dem Besucher zu zeigen wer man ist. Der Besucher konnte sich ein Bild des Profilinhabers machen und diesen vielleicht kontaktieren. Je mehr Daten, desto höher die Chance. Um Personen in der eigenen Umgebung oder im gleichen Alter zu suchen gibt es eine Suchfunktion, mit der man nach verschiedenen Eigenschaften suchen kann. Oft können nicht nur angemeldete Nutzer dieses Profil ansehen, sondern auch nicht Angemeldete. Jeder der sich im Internet bewegt sollte eigentlich wissen was er tut. In der Realität kommt man schließlich auch nicht auf die Idee einem Wildfremden alle persönlichen Daten samt Vorlieben mitzuteilen – doch im Internet verhält es sich anders. Da man keinen direkten Kontakt mit den anderen Benutzern hat, kommt es einem vor als wäre man in einem kleinen Kreis von Bekannten. Soziale Netzwerke vermitteln dazu ein Gefühl, als wäre man nur unter Freunden. Dabei wird völlig ignoriert, dass sich jeder dort anmelden kann. Jeder kann ein Profil erstellen und es nach Belieben füllen. Nicht umsonst gab es in der Vergangenheit schon öfters Fälle von Identitätsdiebstahl. Jemand erstellt ein Profil und füllt es mit Daten einer beliebigen Person, schon kann er sich dort mit dessen Identität bewegen. Natürlich kann man frei entscheiden mit dem man Kontakt hat und was man in sein Profil schreibt, man kann sogar bestimmte Einstellungen tätigen, die z.B. Fremden verbietet das Geburtsdatum zu lesen. Allerdings muss man, wie überall auch, dem Betreiber vertrauen und hoffen, dass diese Einstellung auch wirksam ist. Genau das führte bei Schüler-VZ zu einem Problem – gab man den Namen einer Person in die Super-Suche ein, so konnte man auch Daten lesen, die eigentlich nicht freigegeben waren. Dies funktioniert übrigens nicht nur bei SVZ, sondern auch bei einigen anderen Netzwerken.
Festzuhalten ist also, dass, wenn wir das letzte Problem außer acht lassen, freiwillig angegebene Daten systematisch kopiert worden sind, die für alle Nutzer sichtbar waren.
Das eigentliche Problem ist aber nicht, dass diese Daten kopiert worden sind, sondern dass sich viele Menschen fragen wie das passieren konnte. Wenn man diese Frage einmal ausformuliert heißt es so:
Wie konnte es passieren, dass diese Daten, die die Benutzer selbst freiwillig angegeben und freigegeben haben, kopiert worden sind?
Die Antwort ist einfach: Erstens weil es geht, zweitens weil mache Leute schlicht Spaß dran haben Möglichkeiten zu suchen so etwas zu realisieren und drittens weil man mit persönlichen Daten allerlei unschöne Sachen machen kann.
Allerdings ist die Antwort wenig interessant – interessanter ist die Lösung, bzw. das verstehen des eigentlichen Problems.
Es wurden also Daten kopiert, die freiwillig im Internet veröffentlicht wurden. Genau in diesem Satz liegt auch schon die Lösung vergraben. Denn was fehlt ist das Bewusstsein für das Internet selbst. Obwohl das Internet auch virtuelle Welt genannt wird, vergessen viele das dort die gleichen Regeln gelten wie in der Realität. Trifft man in der Realität einen Menschen auf der Straße, der einen fragt ob er Name und Adresse haben könnte verneint man diese Frage normalerweise. Warum auch sollte man einem Fremden diese Informationen geben. Kennt man einen Menschen schon einige Zeit und hat Vertrauen aufgebaut erzählt man von seinen Hobbys und gibt ihm auch die Adresse, damit er eine Karte aus dem Urlaub schicken kann. Vergleicht man das mit dem Internet und den Profilen in einem sozialen Netzwerk, so fällt einem schon gleich auf, dass es dort völlig anders zugeht. Dort erzählt man erst von sich und baut dann, wenn überhaupt, erst Vertrauen auf. Vergleichbar mit einem Schild, auf dem persönliche Vorlieben und Hobbys stehen, mit dem man durch eine Stadt läuft – was wohl die wenigen machen würden.
Die Lösung ist also denkbar einfach. Man darf das Internet nicht als zweite Welt sehen, in der die vorhandenen und erprobten Regen nicht gelten, sondern man muss sich dessen bewusst werden, dass man nur das Land Internet wechselt und bereits bewährte Regeln auch dort gelten.
Mir ist so langweilig, dass ich mich gestern bei Twitter angemeldet habe. Das ist doch grauenhaft. Ich ertappe mich seit der Anmeldung sogar dabei wie ich krampfhaft versuche mir Sätze zu überlegen, die twitternswert sein könnten bzw. die überhaupt in das Zeichenlimit passen.
Als ob es nicht schon reicht sich den Kopf darüber zu zerbrechen was bloggenswert ist.
Interessante Sicherheitsvorkehrungen II.
Am letzten Sonntag waren die Riesen in Berlin und eine schöne Feier gab es auch. Wie immer durften die Sicherheitsvorkehrungen auch noch fehlen. Und wie so oft haben die mich mal wieder auf mehrere Fragen gebracht:
Warum ist alles lückenlos abgedichtet, aber ein kleiner Tunnel,der genau unter dem Bauzaun und den Ordnern hindurch führt, ist unbewacht?
(Natürlich wäre das total übertrieben sich da durch zu schleichen – aber es ging doch mal um Terroristen, oder?
Warum werden an den Eingängen alle Menschen mit Taschen ‘durchsucht’ aber die ohne können sofort durch?
(Natürlich wäre das ein riesen Aufwand – aber dadurch werden doch alle anderen Maßnahmen so gut wie sinnlos)
Warum hängen zwei Versionen von ‘Sicherheitsplakaten’ an den Laternen – auf dem einen werden Spitze Gegenstände usw. verboten und auf dem anderen noch zusätzlich Video-, Audio- und Fotoaufnahmen? Was darf ich jetzt wann und was soll ich lassen? Und warum steht da nicht drauf von wem das kommt?
In Berlin gibt es so viel StreetArt, so ein Plakat könnte jeder aufhängen.
Warum hängen da Schilder mit der Aufschrift ‘Sie werden gefilmt’? Von wem denn? Den tv-Sendern, Handykameras, Google oder doch der Polizei? Warum steht das nicht auf dem Schild?!
Vielleicht denke ich einfach zu wenig, oder vielleicht auch zu viel und vielleicht hat irgendjemand ja sogar Antworten auf die Fragen.


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